Die ISHS wurde gleich nach dem 2. Weltkrieg gegründet und ist einerseits Dokumentationsstätte für die Opfer des Holocaust im Dritten Reich, andererseits auch ein Ort der Begegnung und der geschichtlich-politischen Bildung für Schüler und Lehrer. Baden-Württemberg ist das fünfte Bundesland, das eine offizielle Vereinbarung zur kulturellen Zusammenarbeit beider Länder am 25. November 2011 in Stuttgart im Haus der Geschichte geschlossen hat.
Am Anfang stand ein Pilotprojekt, organisiert von Frau Dr. Halbritter, der ehemaligen Leiterin des Edith-Stein-Gymnasiums, und Eva Obbarius, Geschichtslehrerin am ESG.
In den Herbstferien 2010 flog die erste Gruppe von 25 Geschichtslehrerinnen und –lehrern, die von allen Schularten aus ganz Baden-Württemberg zusammen kamen, nach Israel, um an einem fünftägigen Seminar in Yad Vashem teilzunehmen. Sie stellten im Gespräch mit israelischen Pädagogen fest, dass in beiden Ländern die Bereitschaft von Schülern abnimmt, sich mit dem Thema „Holocaust“ zu beschäftigen.
Welche Aktualität es jedoch immer wieder neu hat, machten sowohl Rav-On, als auch die Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer in ihren Grußworten deutlich: Ereignisse wie den Holocaust im Dritten Reich werde es so in dieser Form nicht mehr geben. Die Mahnung aus der Geschichte bestehe vielmehr darin, hier und heute jedem Menschen in unserem privaten, schulischen und beruflichen Umfeld mit Respekt und Offenheit zu begegnen, Andersartigkeit als Wert zu begreifen und als Bereicherung anstatt als Bedrohung. So könne jeder Einzelne dazu beitragen, eine Welt zu gestalten, in der Menschenwürde und Toleranz nicht nur leere Worte seien, sondern konkret gelebt werden.
Die Kultusministerin betonte mit aller Entschiedenheit die Unterstützung dieser Vereinbarung und lobte das Engagement besonders auch der Schülerinnen und Schüler, die mit unterschiedlichen Beiträgen der Unterzeichnung einen festlichen Rahmen gaben.