Nach der Pause wurde zur Einstimmung ein besonderes Stück gespielt: Der „Bülowbogen Shuffle“ aus den 80er Jahren, geschrieben von Reinhard Baumgärtner, der dort gewohnt hat. Nach der „Ballad for a rough Year“ (aus dem Jahre 1984) trug Alyscha Brandt zusammen mit dem Barber Shop das bekannte „When the Saints“ vor. Weiter ging es mit einer Funk-Nummer („Pick up the pieces“), um dann wiederum Alyscha Brandt mit einem unglaublichen Soloauftritt auftrumpfen zu lassen („Fly me tot he Moon“ aus dem Jahre 1954). Nach einem weiteren Funk-Shuffle („Blues Busters“) bildete „Just a Gigolo“, der Barber-Shop-Klassiker schlechthin, einen würdigen Abschluss, bei dem Rosen an das weibliche Publikum verteilt wurden.
A propos Publikum: Es waren, gemessen an diesen musikalischen Köstlichkeiten, leider erstaunlich wenige ZuschauerInnen zugegen, so dass der Eindruck entstand, dass die Musiker in der Überzahl waren. Die Künstler nahmen es allerdings mit Humor:
Baumgärtner (zum Barber Shop): „Ich dachte jeder von euch bringt zehn Leute mit. Aber ich sehe sie nicht.“
Jakob Bauer: „Wir haben alle die zehn gleichen mitgebracht“.
Wer die einmalige Konstellation dieses gelungenen Abends doch noch erleben will, hat unter Umständen beim Abiball des Edith-Stein-Gymnasiums noch eine letzte Chance. Dass es sich lohnt, hat das eifrig klatschende Publikum nach der zur Jahreszeit passenden Zugabe („Let it snow“) durch einen tosenden Applaus unter Beweis gestellt.
al