Wie groß die Wahrscheinlichkeit für ein Erdbeben ist, war vor allem für die Schüler der Klasse 10b interessant, da im Mai ein Schüleraustausch nach Brasov/Rumänien stattfindet. Rumänien, insbesondere das Karpatenknie, muss mit mindestens 3 heftigen Erdbeben pro Jahrhundert rechnen. Ursache hierfür ist laut Dr. Ritter, dass ein großes Anhängsel der Platte langsam in das Erdinnere „abrutscht“ und an der Verbindungsstelle zur Oberfläche immer wieder starke Spannungen entstehen, die sich in Erdbeben äußern.
Mittels 3D-Tomographie, einer analytischen Methode der Geophysik, konnten Messerergebnisse umgesetzt werden, welche uns Herr Ritter anhand einer 3D-tomographischen Darstellung erläuterte.
Aber was kann man im Falle eines Erdbebens tun? - Maßnahmen beziehen vor allem die Vorwarnung, präventive Maßnahmen und die Schadensminderung ein. Über ein Schema, wie eine Vorwarnung funktioniert und realisiert wird, wurde uns erläutert, welche Maßnahmen in kurzer Zeit ergriffen werden können, z.B. das Abstellen von Strom- und Gasleitungen und Hochenergie- und Nuklearanlagen.
Insgesamt war es ein beeindruckender und besonders anschaulicher Vortrag, welcher eine erhebliche Menge an nützlichen weiterführenden Informationen behandelte. Ein entsprechend großer Dank gilt PD Dr. Ritter für seine Mühen, uns das Thema angesichts vieler Fragen näher zu bringen.