|
|
       |
           |
 |
         |
|
|
Schüler entwickeln Prototyp eines „Hightech-Blindenstocks“ am ESG…
…und gewinnen damit den 1. Preis beim Wettbewerb des Lions-Club Bruchsal
|
|
Wie wird eigentlich ein Nichtsehender auf erhöhte Hindernisse aufmerksam, die sich nur schwer mit einem Blindenstock aufspüren lassen? Diese während eines Fernsehbeitrags unbeantwortet gebliebene Frage machten die NwT-Lehrer Markus Venschott und Michael Bandel am Edith-Stein-Gymnasium (ESG) zum Thema eines Projekts in der Klasse 8a.
Quasi als „Bindeglied“ zwischen den Unterrichtseinheiten „Fortbewegung“ und „Schall und Lärm“ sollten die Lernenden gruppenweise Prototypen eines „Hightech-Blindenstocks“ entwickeln, welche in der Lage sind, ihren Nutzer auch auf Gefahren aufmerksam zu machen, die sich in verschiedenen Höhen über dem Boden befinden.
Vergleichbar einem industrieüblichen Projektmanagement besprachen und verteilten die in Vierergruppen aufgeteilten Achtklässler zunächst die bevorstehenden Teilaufgaben, wie zum Beispiel erforderlich werdende (Internet-)Recherchen, die Materialauswahl, die Phase des Zusammenbaus sowie die Frage nach einer geeigneten Möglichkeit zum Testen der Prototypen. Zum Aufspüren von Gefahren entschieden sich die einzelnen Gruppen für den jeweiligen Einsatz zweier baugleicher Schaltungen mit Ultraschallsensoren (handelsüblicher Bausatz) und verschiedenen akustischen Signalgebern, die am Blindenstock in unterschiedlichen Höhen montiert wurden.
Als Herausforderung erwies sich für die Schüler das Löten von elektrischen Bauteilen auf die vorgefertigten Platinen. Neben dem Lackieren machten die Achtklässler außerdem weitere Erfahrungen im Umgang mit Werkzeugen.
Auf Anregung von Schulleiterin Annelie Richter nahm die Klasse Kontakt mit Brigitte und Hans-Werner Schick aus Bretten auf, die sich freundlicherweise bereit erklärten, zwei der Prototypen während der Pfingstferien zu testen. Nach der Testphase fand Hans-Werner Schick im Rahmen eines Besuches am ESG viel Lob für das Engagement der Schüler.
Die berechtigte Kritik an den Prototypen bezog sich nahezu ausschließlich auf Punkte, die mit dem zur Verfügung stehenden Budget nicht besser gelöst werden können, wie zum Beispiel die Verwendung von Flugzeugaluminium anstatt eines schlichten Bambusrohres für den Blindenstock.
Zusätzliche Würdigung für die gezeigte Begeisterung und die Umsetzung des Projekts sowie dem sozialen Engagement erfuhren die NwT-Schüler durch den Gewinn des 1. Preises beim diesjährigen Wettbewerb des Lions-Club Bruchsal und dem damit verbundenen Preisgeld in Höhe von 1.000,- €. Im Rahmen einer Feierstunde mit zahlreichen Gästen wurde die Urkunde am Donnerstag, den 01.07.2010 der Klasse 8a und ihren betreuenden Lehrern übergeben.
Markus Venschott
|
| |
Erfahrungsbericht der Schüler Kl.8a:
|
Ann Kathrin und Yannick beim Löten
|
...beim Streichen
|
Wir arbeiten zurzeit an einem „hightech-Blindenstock“, der mit Ultraschallsensoren ausgestattet sein wird und so den Blinden frühzeitig warnen kann.
Mit unseren NwT-Lehrern, Herrn Venschott und Herrn Bandel, haben wir am Anfang der Projektphase die Grundlagen des Projektmanagements besprochen und dazu einige wichtige Informationen erhalten.
Wir sind in 5 Gruppen eingeteilt, die alle an ihren eigenen Blindenstöcken arbeiten.
|

Blindenstab mit Zubehör
|
Florian mit
fertigem Rohbau des Blindenstabes |
Wir haben zunächst in unseren Teams einen Projektablauf- und einen Projektstrukturplan entworfen, um uns einen Überblick über das zu verschaffen, was uns an Aufgaben bevorsteht. Am Anfang war es wichtig zu recherchieren, weil wir uns möglichst vorteilhafte Materialien besorgen wollten und um uns über weitere Einzelheiten zu informieren. Während die Einen recherchierten, übten die Anderen das Löten von elektrischen Bauteilen auf Platinen, weil wir den Ultraschallsensor in Form eines Bausatzes kauften.
|
|

Herstellung der Holzhalbschalen
|
Lena und Meike beim Zusammenbau
|
In der Bauphase stecken wir momentan noch drin, gehen aber nach und nach in die Testphase über. Wir haben natürlich jemanden, der unser Projekt testet: Ein blinder Mann aus Bretten besuchte uns am 20. Mai, um zwei fertige Blindenstöcke abzuholen und gemeinsam mit seiner Frau zu testen. Wir sind alle schon gespannt auf die Ergebnisse!
Yannick Falkenstein, Klasse 8a
|
Loris befestigt Schlaufe
|
Maxi beim Streichen
|
Parmis, Viona und Moritz
beim Herstellen der Halbschalen
|
Simon und Anna beim Löten
|
Wo soll die Schaltung montiert werden?
|
|
| Edith-Stein- Gymnasium Bretten,
Breitenbachweg 15, 75015 Bretten, Tel: 07252/ 95 18 - 0, Fax: 07252/ 95
18 50, edith@esg.ka.schule-bw.de |