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Einführung GWG
Geographie Wirtschaft Gemeinschaftskunde
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Überblick zu folgenden Themen:
Vorgeschichte des Modellversuchs
GMK: Ziele und Themen in den Klassen 8 und 10
Fächerverbund GWG: Erprobung, Leitgedanken und Struktur
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1. Zur Vorgeschichte des Modellversuchs
Das Edith-Stein-Gymnasium begann schon im Schuljahr 1999/2000 als eines der ersten Gymnasien in Baden-Württemberg mit dem Modellversuch eines erst ein-, dann zweistündigen Gemeinschaftskundeunterrichts in Klasse 9, verbunden mit einem einwöchigen berufsorientierendem Praktikum im Rahmen von BOGY (Berufsorientierung am Gymnasium).
Seit 2002 wurde an unserer Schule auch ein Modellversuch für den Fächerverbund
GWG (Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde) durchgeführt. Die insgesamt dabei gewonnenen Erfahrungen flossen schließlich auch in den neuen Bildungsplan von 2004 ein.
Seit 2010 ist unsere Schule außerdem als BORIS-Schule zertifiziert. |
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2. Fachliche Grundlagen im Fach Gemeinschaftskunde auf
der Basis des Bildungsplans von 2004
Der Unterricht in Klasse 8 beruht auf dem in dem Tabelle ersichtlichen Überblick über folgende Lehrplaneinheiten:
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| Ziele des GK-Unterrichts in Kl. 8: |
Themen des GK-Unterrichts
in Kl. 8: |
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| 1. Unterstützung der Jugendlichen
bei ihrem Prozess der Identitätsfindung |
Gruppen in der Gesellschaft
Soziale Rollen - Rollenkonflikte
Sozialer Status - Statussymbole
Geschlechterrollen und Erziehung
Gleichberechtigung der Geschlechter |
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| 2. Unterstützung der Jugendlichen
bei der Berufsorientierung |
Berufswahl: Kriterien
Berufsfelder im Wandel am Beispiel/Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten
Bewerbung und Vorstellung
5 Tage BOGY: Betriebserkundung, Vorbereitung, Erfahrungsbericht, Auswertung |
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| 3. Vermittlung von Grundwissen über
Wirtschaft und Arbeitswelt |
Umgang mit Geld als Jugendlicher
Prinzipien eines Wirtschaftsunternehmens in der Marktwirtschaft
Funktionsweise des Marktes - Preisbildung
Lohn und Lohnkosten
Aufgaben der Tarifpartner |
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4. Vermittlung von Grundwerten der Demokratie
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Freiheitsrechte in der Demokratie
Rechte und Pflichten von Jugendlichen |
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Bei einem Gesamtbudget von 60 Stunden im Schuljahr ergibt
sich hier für jeden Themenbereich ein Anteil
von ca. 20 Stunden.
Die Konzentration auf vier große Themenblöcke erlaubt ausgehend
von der Lebenswirklichkeit der
Jugendlichen handlungsorientiert vorzugehen und durch die so erreichte
Motivation systematisches
Fachwissen aufzubauen und die Methodenkompetenz für problemlösendes
Lernen stufenweise zu entwickeln.
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Für die Klasse 10 ergibt sich daraus folgende
veränderte Lehrplanaufteilung:
I. Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland
II. Der Einzelne und das Recht
III. Die europäische Einigung und die Bundesrepublik Deutschland
Der Erfahrungsbericht der in Kl. 9 und 10 unterrichtenden
Kollegen und Kolleginnen gibt als positive Auswirkungen des Modellversuchs
folgende Aspekte an:
- mehr Zeit zur Vertiefung der Themen
- mehr Zeit für Einbeziehung von Experten (z.B. Unternehmer,
Richter) und
- außerschulische Lernorte (z.B.: Landtag, Betrieb,
Gericht)
- mehr Zeit für Behandlung aktueller Anlässe
und Themen (® Verstehen des aktuellen
politischen Tagesgeschehens, Lesekompetenz in Bezug auf Tageszeitung!)
- insbesondere mehr Zeit für systematisches Methodentraining:
- Auswerten von Statistiken, Grafiken, Diagrammen
- Erschließen von komplexeren Sachtexten
- Strukturieren und Systematisieren von Informationen durch Anlegen
einer Lernkartei
- Entwicklung von personaler und sozialer Kompetenz durch Rollenspiele
- Aufbau und Training der zur Präsentation von Einzelarbeiten
oder Gruppenarbeiten
notwendigen Kompetenzen
- Training des sachlichen und differenzierten Argumentierens durch
regelmäßige
Diskussionen in der Gruppe
- "Referate"/"Präsentation"
Wesentliche Bausteine des fächerübergreifenden
Lernens entsprechend dem Fächerverbund Geographie-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde
sind im derzeitigen Entwicklungstand des Modellversuchs
- das fünftägige Praktikum in einem Betrieb/einer
Einrichtung in der Region und
- das Kooperationsprojekt "Schule-Wirtschaft"
mit der Firma Lafarge Zement/Wössingen.
In beiden Fällen stellen sich die Schüler/innen
einem außerschulischen Lernort und sind in vielfacher Hinsicht
mit ganz anderen Erwartungen und Anforderungen konfrontiert. Der außerschulische
Lernort gibt Einblicke in betriebswirtschaftliche Abläufe und
Zusammenhänge, vermittelt Grundlagen für die eigene berufliche
Orientierung und ermöglicht schließlich Vorstellungen von
Strukturen des regionalen Wirtschaftsraumes. Persönliche Auseinandersetzung
mit aktuellen Fragen des Arbeitsmarktes sowie direkte Anschauung
vor Ort fördern den Lernprozess der Jugendlichen in besonderer
Weise.
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3. Erprobung des Fächerverbundes
GWG mit den Bausteinen des Bildungsstandards
- Das Fach Geographie bietet von seinem bisherigen Lehrplan bereits
viele Anknüpfungspunkte für die
Erarbeitung von ökonomischem Grundlagenwissen und von Zusammenhängen
zwischen geographischen Voraussetzungen und wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Prozessen.
Als Einstieg in die Erprobung entsprechender Themenblöcke, wie
sie in den neuen Bildungsstandards angesprochen werden, hat das Edith-Stein-Gymnasium
für die Klassen 5 und 6 das Projekt "Erkundung"
entwickelt, das in den drei Parallelklassen in den Monaten Mai/Juni
bzw. September 2003 erstmalig durchgeführt wurde.
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- Die Erkundung von Bauernhöfen bzw. Wochenmärkten oder Weinbauernbetrieben
erwies sich aus Schülerperspektive als sehr attraktiv, der Anteil
der Schüleraktivitäten war sehr hoch, was jedoch auch einen
hohen Zeitfaktor zur Folge hat.
Der Lernerfolg ist mit Blick auf die erstellten Berichte und Präsentationen
in eindrücklicher Weise gegeben.
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- Die Kooperation mit Unternehmen der Region
im Rahmen von KURS in unserem Fall mit Lafarge Zement Wössingen
wurde ausgebaut. An jeweils einem Projekttag haben Schüler der
Kl. 9 und 11 sowohl durch Gespräche mit Experten der Firma innerhalb
des Unterrichts als auch durch Besichtigung des Produktionsprozesses
vor Ort Einblicke in ökonomische und technische Abläufe gewonnen.
Die Kooperationsvereinbarung mit Lafarge sieht weitere Bausteine der
Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum vor.
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- Die Kooperation mit Unternehmen der Region ist
auch gegeben im Rahmen eines weiteren schuleigenen Bausteins des Fächerverbundes,
nämlich durch ein 5tägiges (Kl. 9) Praktikum zur Berufserkundung und Berufsorientierung.
Im Rahmen der Unterrichtseinheit Wirtschaft bzw. Unterrichtseinheit
Arbeitswelt im Fach Gemeinschaftskunde werden die Praktika entsprechend
vor- und nachbereitet.
Die Praktikaberichte werden nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog
erstellt und gehen als neue Form der Leistungsmessung in die Gesamtnote
in Gemeinschaftskunde mit ein.
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- Zunehmendes Interesse bei den Schülern (Kl. 11) findet die Teilnahme
an außerschulischen Wettbewerben wie StartUp, TheoPrax,
PriManager, Börsenspiel.
Diese Form der Projektarbeit über einen begrenzten Zeitraum mit
Anforderungen, die weit mehr Selbständigkeit als beim herkömmlichen
schulischen Arbeiten voraussetzen, spricht die Schüler sehr an.
Durch entsprechende Präsentationen und Dokumentationen ihrer Wettbewerbsbeiträge
im schulischen Rahmen können die Schüler dabei auch neue Formen
der Leistungsmessung wahrnehmen und ihre hinzugewonnenen Erfahrungen
nutzbringend einsetzen (z.B. bei der besonderen Lernleistung).
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5. Organisationsmuster für
den Fächerverbund GWG im G8 ab 2007/08
In der Stundenkontingenttafel für G 8
sind für den Fächerverbund GWG 14 Stunden vorgesehen.
Folgende
Verteilung ist möglich: |
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Allgemeine pädagogische und didaktische Leitgedanken im Fächerverbund GWG |
- fächerübergreifende, ganzheitliche Betrachtungsweise der Strukturen
und Prozesse in der
Einen Welt auf der Basis soliden Fachwissens
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- Analyse gesellschaftlicher, politischer, geographischer und wirtschaftlicher
Sachverhalte in ihren wechselseitigen Abhängigkeiten
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- selbständige und begründete Urteilsbildung in individuellen
und gesellschaftlichen Entscheidungssituationen unter dem Aspekt sozialer
Verantwortung (d.h. u.a. Nachhaltigkeit)
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- Förderung sozialer und personaler Kompetenz durch Auseinandersetzung
mit Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als Grundlage
für Berufswahl und Lebensgestaltung
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raumbezogene Handlungskompetenz + politische
und soziale Handlungskompetenz + ökonomische Handlungskompetenz - der
politisch mündige Bürger
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Basis für "Demokratie lernen und leben"
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Strukturmerkmale des Fächerverbundes GWG |
- Überwindung der Fachgrenzen von Geographie und Gemeinschaftskunde:
Vernetzung der Inhalte bis zu integrierten Modulen
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- Kooperation der Kollegen, gemeinsame Planungen in der Fachschaft
GWG, abgestimmter Unterricht, gemeinsame Projekte, Teamteaching
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- Schüleraktive Lernformen: KURS; BOGY; TheoPrax; StartUp, Juniorfirma,
etc.
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- Öffnung des Lernorts Schule: Kooperation mit regionaler Wirtschaft,
z.B. KURS, BOGY
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| Edith-Stein-
Gymnasium Bretten, Breitenbachweg 15, 75015 Bretten, Tel: 07252/ 95 18 -
0, Fax: 07252/ 95 18 50, edith@esg.ka.schule-bw.de |