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Unterrichtseinheit GWG Klasse 5:

Zement – ein Geschenk des Muschelkalks

Lafarge Zement / Werk Wössingen

1. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen:

Nach bereits bestehenden Modulen zum primären und tertiären Sektor an unserer Schule (Bauernhof, Weinbau, Einzelhandel) beschäftigt sich die vorliegende Unterrichtseinheit mit einem Thema aus dem sekundären Sektor. Das vorgestellte Modul ermöglichte die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Zementwerk „Lafarge-Zement“, mit dem das Edith-Stein-Gymnasium seit 2003 im Rahmen des KURS-Projekts eine Kooperation eingegangen ist.

Neben einem konkreten Vorschlag einer Unterrichtseinheit soll auch ein Vorschlag für ein allgemeines Vorgehen zur Themenfindung von GWG-Modulen vorgestellt werden, das sich auf viele andere Projekte übertragen lässt.

Die Planung der Unterrichtseinheit entstand im Rahmen einer Mind-Map, bei der verschiedenste Aspekte des Themas
in Betracht gezogen wurden. In der nachfolgenden Umsetzung wurden allerdings nicht alle Aspekte realisiert. Die nachfolgende Mind-Map stellt somit einen möglichen Organisationsrahmen dar.

(*Intensive und nachhaltige K ooperation zwischen U nternehmen der R egion und S chulen durch „Lernpatenschaften“; Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg )

 

2. Lernziele

Im Rahmen des Projekts wurden die folgenden Lernziele angestrebt und umgesetzt:

Die Schülerinnen und Schüler...

Integrative Module GWG

•  können Sachverhalte mit Hilfe vorgegebener Kriterien beobachten und auswerten

•  verfügen über Orientierungsraster im nahen Erfahrungsraum

•  kennen und reflektieren verschiedene Lebens- und Wirtschaftsweisen

•  sind in der Lage, (ihre eigenen) Interessen in sozialer Verantwortung zu reflektieren

•  kennen und reflektieren Mitwirkungsmöglichkeiten und Formen demokratischen Handelns

 

Bildungsstandards Geographie:

•  Basisinformationen aus Karten, Atlaskarten, Profilen, Diagrammen, Ablaufschemata, Statistiken, Bildern, Luftbildern erfassen

•  können einfache geographische Darstellungsmöglichkeiten selbst anfertigen

•  einfache Experimente durchführen und auswerten

•  Erkundungen vor Ort durchführen: Informationen sammeln, auswerten und Ergebnisse in angemessener Form präsentieren

Themenfeld: Ausgewählte Natur-, Lebens- und Wirtschaftsräume in den Großlandschaften Deutschlands

•  für eine Landschaft Baden-Württembergs dominante Oberflächenformen und Auswirkungen menschlicher Aktivitäten
auf diese Räume beschreiben( und damit zusammenhängende zukunftsfähige Handlungsperspektiven entwickeln)

Themenfeld: Europa:

•  exemplarisch die Grundzüge von Produktionsketten und einer damit verbundenen Arbeitsteilung zwischen Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung und Konsum beschreiben

•  am Beispiel eines ausgewählten Wirtschaftsraumes die Grundvoraussetzungen und den Wandel wirtschaftlicher Produktion aufzeigen

Bildungsstandards Wirtschaft:

•  das Spannungsverhältnis zwischen Bedürfnissen und begrenzten Gütern und damit die Knappheit als Grundlage wirtschaftlichen Handelns verstehen

•  Formen von Arbeitsteilung unterscheiden

•  wesentliche Merkmale eines Marktes und einfache Preisbildungszusammenhänge beschreiben

•  aus ihrem Erfahrungsbereich die Beeinträchtigung ihrer Umwelt durch Produktion (und Konsum) erläutern

•  einfache Informationen auswerten und darstellen

•  wirtschaftliche Vorgänge im Rahmen von Erkundungen genau beobachten und auswerten

•  erste Eindrücke aus der Berufs- und Arbeitswelt wiedergeben

(*Bildungsplan 2004; Allgemein bildendes Gymnasium: S.236, 240, 256 )

 

3. Verlauf der Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit erstreckte sich über insgesamt 13 Stunden, wobei Klassenlehrergeschäfte gut
eine Schulstunde in Anspruch nahmen (im Entwurf bereits gekürzt).

Die angestrebten Lernziele hinsichtlich der Erfassung und Darstellung von Daten ließen sich nicht umsetzen, da das vorliegende Datenmaterial wenig Möglichkeiten zur Auswertung gab. So ist der Zementpreis seit Jahren stabil:
steigenden Investitionen in eine verbesserte Technik standen Einsparungen bei den Personalkosten gegenüber.
Auch die Entwicklung der Absatzmengen war wenig aussagekräftig.

Ebenso musste die Untersuchung des Ökosystems Steinbruch entfallen. Sie hätte eine weitere Exkursion in den Steinbruch notwendig gemacht. Bereits ohne diesen Punkt dauerte die Werksführung gut 2 Stunden.

Eingeschoben wurde dagegen beim Thema Preisbildung ein Exkurs zu „Wie ist ein Supermarkt aufgebaut?“. Die hohe Motivation der Schüler/innen ,sowie der Reflektion über das eigene Kaufverhalten, die das Thema auslöste, bewirken, dass ich mich auch rückblickend wieder für diesen Einschub entscheiden würde.

Die Unterrichtseinheit verlief im Einzelnen wie folgt:

1. Stunde: Einführung

In der ersten Stunde wurde der Titel des Moduls vorgestellt.
In einem Brain-storming wurden die Fragen der Schülerinnen und Schüler gesammelt („Was wir wissen wollen...“), anschließend gruppiert („clustern“) und in einer Mindmap festgehalten. Einzelne Aspekte wurden noch
auf Anregung des Lehrers ergänzt.
Damit war der Rahmen der Unterrichtseinheit bereits in der ersten Stunde festgelegt.

 

( *alle handschriftliche Abbildungen: Schülerheft Kl. 5 c / ESG Bretten; SJ 2003/04 )

2. Stunde: Die Entstehung des Muschelkalks

Eine Frage der Schüler bezog sich auf die Entstehung des Muschelkalks. Hierzu wurde zunächst der Aufbau des Muschelkalk mit Hilfe von Handstücken wiederholt und der Nachweis von Kalk mit Säuren durchgeführt; ein Versuch,
der den Schülern bereits aus dem Biologie-Unterricht bekannt war. Da die Einheit an das Thema „Südwestdeutsche Schichtstufenlandschaft“ angeknüpfte, wurde zur Wiederholung ein Filmausschnitt gezeigt. Die Entstehung des Muschelkalk wurde als Tafelbild festgehalten; der Versuch zum Kalknachweis wurde als Hausaufgabe ins Heft protokolliert.

 

3. Stunde: Vorbereitung der Exkursion

Nachdem organisatorische Fragen zur Exkursion geklärt wurden, teilte sich die Klasse in sechs Gruppen auf,
die die folgenden Themengebiete bearbeiten sollten:

•  Vom Muschelkalk zum Zement

•  Eigenschaften von Zement

•  Vom Werk zum Verbraucher

•  Preisentstehung

•  Abbau und danach?

•  Beziehungen zwischen Unternehmen und Gemeinde

Ihre Aufgabe bestand darin, einen Fragenkatalog zu den einzelnen Themen zu entwickeln, den sie im Rahmen der Exkursion bearbeiten sollten.

 

Exkursion ins Zementwerk (ca. 10.45 Uhr – 14.30 Uhr)

Die Gruppen teilten sich zur Führung in 2 Gruppen auf, wobei jede „Themen-Gruppe“ sich auf diese aufteilen musste.
Im Rahmen der Führung stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen und protokollierten nur jeweils die sie betreffenden Antworten; so hielt sich die „Schreibarbeit“ für jeden einzelnen in Grenzen. Die Fotodokumentation übernahmen die Lehrer. Am Abend fand ein gemeinsames Klassenfest statt, dass die Eltern organisiert hatten. Die folgenden Bilder geben einen Eindruck von der Exkursion.

(*Schulfernsehen: Südwestdeutsche Schichtstufenlandschaft )



 

 



 

4. Stunde: Nachbereitung der Exkursion

Nach einem kurzen Feed-Back zur Exkursion, das sehr positiv ausfiel, gingen die Schülerinnen und Schüler zurück in ihre Stammgruppen und ergänzten ihre Aufzeichnungen. Dies war insofern sinnvoll, da in den beiden Exkursionsgruppen teils verschiedene Informationen gegeben wurden.

Danach wurden die im Rahmen der Exkursion zusätzlich gewonnen Informationen zur „Entstehung des Muschelkalks“ im Heft ergänzt („Was wir noch wissen wollten...“).

Als Hausaufgabe wurde eine Kopie des Lafarge-Prospekt: Werk Wössingen / Werksbeschreibung * als Arbeitsblatt ausgeteilt mit der Aufgabe, wichtige Informationen zu unterstreichen und eine Tabelle anzulegen, in dem die jeweilige „Station“ und die dort ablaufenden „Vorgänge“ notiert werden sollten.

(* Informationsbroschüre Lafarge Zement: Das Werk Wössingen)

Plan: Werk Wössingen / rückseitig: Werksbeschreibung

 

5. Stunde: „Vom Muschelkalk zum Zement“ / Naturphänomene: Hart wie Zement?!

Anhand des Arbeitsblattes (OH-Folie) wurde der Produktionsablauf besprochen. Die Schülerinnen und Schüler verglichen dabei ihre Hausaufgabe und die Schülergruppe, die sich mit diesem Thema bei der Werksführung beschäftigt hatte, stellte ihre Fragen und die Antworten vor. Weitere Informationen wurden im Heft ergänzt („Was wir noch wissen wollten...“).

In der folgenden Naturphänomene-Stunde führten die Schülerinnen und Schüler ein Praktikum zum Thema „Hart wie Zement?“ durch, bei dem Zementmörtel hergestellt wurde und das Abbinden an Luft und unter Wasser untersucht wurde.

(*Informationsbroschüre Lafarge Zement: Das Werk Wössingen )

 

 

Lösung:

 

Muschelkalk

Brecher; Kugel-

Mühle

Rohmehl; Wasser

Drehrohrofen

 

Zementklinker

gemahlen, Gips

Kalkmehl und Hüttensand

Zementmörtel.

 

 

 

 

Ergänzung: an der Luft und unter Wasser

   

  6. Stunde: „Eigenschaften von Zement“ / „Vom Werk zum Verbraucher“

Die Ergebnisse des Praktikums wurden von der Naturphänomene-Gruppe der gesamten Klasse präsentiert und der Lückentext gemeinsam ausgefüllt. Die Gruppe „Eigenschaften von Zement“ stellte ihre Ergebnisse vor und ergänzte weitere Informationen.

Da dies recht zügig verlief konnte auch die dritte Gruppe ihre Ergebnisse präsentieren. Der Weg vom Werk zum Verbraucher wurde in einer Skizze festgehalten.

 

7. Stunde: Preisbildung

In der 7. Stunde beschäftigen wir uns mit dem Thema Preisbildung am Beispiel Zement. Nachdem der aktuelle Zementpreis genannt wurde, wurden Kostenfaktoren diskutiert. Die entsprechende Fachgruppe ergänzte dabei eine Reihe von konkreten Zahlen, die sie bei der Exkursion in Erfahrung gebracht hatten und die die Klasse begeistert aufnahm.

 

Das „magische Dreieck der Preisbildung“ beschrieb abschließend die allgemeinen Zusammenhänge zwischen Kosten, Konkurrenz und Nachfrage.

 

 

8. Wie entsteht ein Preis? / Exkurs: Supermarkt

Da sich der Zusammenhang zwischen Angebot und Nachfrage kaum am Beispiel Zement erklären lässt, wurde hierzu das Beispiel „Erdbeeren“ gewählt und die Entstehung eines Gleichgewichtspreises erläutert. Anschließend wurde diskutiert, warum nicht immer Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Beispiele hierzu wurden ins Heft übernommen.

(* Material von der GWG-Fortbildung, Bad Urach 16./17.01.2004: K. Buschmann )

Aus: Kaminski, H. (Hrsg.): Praxis Arbeit / Wirtschaft, Braunschweig 1998, S. 163 f

Material von der GWG-Fortbildung, Bad Urach 16./17.01.2004: K. Buschmann

Aus: Kaminski, H. (Hrsg.): Praxis Arbeit / Wirtschaft, Braunschweig 1998, S. 163 f

Da im Rahmen dieser Stunde die Diskussion des öfteren auf das Thema „Supermarkt“ abgedriftet war und die Ferien bevor standen, lautete die Hausaufgabe:

Wie sind die Waren im Supermarkt angeordnet? (Lageplan, Ort, Angebote) Erstelle einen Lageplan von einem Supermarkt!

9. Stunde: Supermarkt / Abbau - und danach? Rekultivierung

Die Hausaufgabe hatte für große Motivation gesorgt und viele Schülerinnen und Schüler berichteten, dass sie und ihre Eltern ihr Kaufverhalten überdacht und verändert haben.

Nach diesen größeren Exkurs, der noch dazu von den Ferien unterbrochen wurde, kehrten wir zu unserem eigentlichen Thema zurück. Hilfreich war hierbei die Mindmap aus der Anfangsstunde, die die Zusammenhänge wieder deutlich machte.

Die Gruppe „Abbau und danach?“ stellte ihre Fragen und Ergebnisse vor. Am Beispiel Steinbruch wurden die Begriffe „Rekultivierung und Renaturierung“ eingeführt, die im folgenden Schuljahr beim Thema Ruhrgebiet wieder aufgegriffen wurden.

10. Stunde: Beziehungen zwischen Gemeinde und Unternehmen

Bereits in der vorangehenden Stunde traten bei Thema Rekultivierung und Renaturierung Fragen nach den rechtlichen Bestimmungen und Regelungen auf. Diese konnten nun teilweise von der letzten Gruppe geklärt werden. Die bestehenden Beziehungen wurden in einem einfachen Tafelbild festgehalten.


Dabei wurde schnell deutlich, dass diese Beziehungen nicht immer konfliktfrei ablaufen. Um „Interessen in sozialer Verantwortung zu reflektieren und Mitwirkungsmöglichkeiten und Formen demokratischen Handelns kennen und reflektieren“ zu lernen, entschieden wir uns für ein Rollenspiel mit dem Thema: „Antrag der Firma „5c-Zement“ auf Ausweitung der Abbauflächen“.

Zunächst wurden mögliche Interessengruppen diskutiert, die bei dem Konflikt beteiligt sein sollten und Gruppen eingeteilt.

(* Bildungsplan 2004; Allgemein bildendes Gymnasium: Integrative Module GWG, S. 236 )

11. Stunde: Vorbereitung des Rollenspiels

In dieser Stunde wurde zunächst die Bedeutung des Rollenspiels für das Methodenlernen besprochen. Dann wurden die Interessengruppen festgelegt und eingeteilt (Gemeinderat, Vertreter des Zementwerks, Arbeitslose, Spediteure, Arbeiter im Zementwerk, Anwohner, Grundstücksbesitzer, Umweltschützer). Die einzelnen Gruppen fanden sich zusammen um ihre Argumente zu sammeln und ihr Vorgehen abzustimmen. Dabei sollten sie auch versuchen, sich in die anderen Gruppen hineinzuversetzen um auf mögliche Gegenargumente reagieren zu können. Eine Schülerin übernahm die Rolle der Vorsitzenden, die die Sitzung leiten sollte.

 12. Stunde: Rollenspiel:

 Gemeinderatssitzung zum Thema „Ausweitung der Abbauflächen“

Nach einer kurzen Begrüßung und Festlegung der Gesprächsregeln (Rededauer, Stellungnahmen aller Gruppen, faires Diskutieren) formulierte ein „Vertreter des Zementwerks“ den Antrag auf Ausweitung der Abbauflächen.

In einer fairen, engagierten und sachlichen Diskussion, die allen Beteiligten großen Spaß machte wurden die Argumente ausgetauscht, um Kompromisse gerungen und schließlich über den Antrag abgestimmt.

Abschließend wurde das Diskussionsverhalten und die Bedeutung des Rollenspiels reflektiert. Die Reaktion der Schülerinnen und Schüler bestärkte mich darin, dies auch künftig immer wieder in den Unterricht zu integrieren.

4. Fragen aus der Klassenarbeit

Die Ergebnisse der Unterrichtseinheit wurden als Teil der nächsten Klassenarbeit abgefragt.

1.1 Erkläre den Unterschied zwischen Muschelkalk und Zement. (3 P)

1.2 Ordne die einzelnen Stationen nach ihrer Reihenfolge in der Produktion und

erkläre kurz ihre Bedeutung:

a) Zementsilo b) Kugelmühle c) Drehrohrofen (5 P)

1.3 Erkläre am Beispiel des Zementwerks den Begriff „Renaturierung“! (3 P)

2.1 Erläutere am Beispiel „Kopfsalat“ die Entwicklung des Gleichgewichtpreises. (4 P)

2.2 Wie wird sich eine „Schneckenplage“ auf die Preisentwicklung auswirken? (4 P)

Begründe an zwei Beispielen! Verwende Fachbegriffe!

2.3 Gib 3 Gründe an, warum Menschen bereit sind höhere Preise für Kopfsalat zu (3 P)

zahlen und erkläre jeweils kurz. 

Erwartungshorizont:

1.1 Muschelkalk: Ausgangsmaterial; Zement: mit Zusätzen, bindet unter Wasser ab. 

1.2 Kugelmühle: Vermahlen des Rohmaterials

Drehrohrofen: Brennen (kalcinieren und sintern) => Zementklinker

Zementsilo: Lagerung des fertigen Zements 

1.3 Nach dem Abbau: Rückführung der Landschaft in den natürlichen, ursprünglichen

Zustand, d.h. z. B. Aufschütten und Aufforstung

 2.1 Anfangs: wenig Salat, hoher Preis, wenig Käufer

dann: mehr Salat, Preis sinkt, viele Käufer

Ausbildung eines Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage! 

2.2 Preis wird steigen, weil weniger Salat da ist, Schneckengift als zusätzlicher Kostenfaktor.

2.3 z. B.: persönliche Beziehungen, Qualität, Öko-Produkte, Nähe, Zeit, Bonussystem

Angaben zum Anforderungsniveau: 

2.1 leichte Reorganisation: behandelt, stand aber so nicht ausdrücklich im Heft

2.2 Reproduktionsaufgabe

2.3 Reorganisation/Transfer: beim Thema Fließgewässer angesprochen

3.1 Reorganisation: besprochen am Beispiel Erdbeeren (und mit Einschränkungen Zement)

3.2 Transfer

3.3 Reproduktion / Reorganisation

 

5. Fazit / Resümee

Ausgehend von einem ca. 30-minütigen „Brain-storming“, in dem das Hauptkonzept dieser Unterrichtseinheit entstand, gedacht als erster Versuch sich dem Fach GWG zu nähern, bewerte ich rückblickend diese Einheit als sehr geeignet. Die angestrebten Lernziele konnten gut umsetzt werden, auch wenn die Arbeit mit Daten und ihre graphische Darstellung sich leider nicht realisieren ließen.

Ich möchte Kolleginnen und Kollegen daher ermutigen, ihre Bedenken und Befürchtungen dem neuen Fächerverbund gegenüber zur Seite zu schieben und sich GWG nicht in erster Linie von den Inhalten und Lernzielen zu nähern, sondern ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten, sowie die schulspezifischen Möglichkeiten und Angebote in den Mittelpunkt ihrer Planung zu stellen. Viele der „geforderten Lernziele“ ergeben sich so ganz zwanglos.

Uns allen hat die Arbeit an diesem Thema großen Spaß gemacht!

6. Übertragbarkeit der Unterrichtseinheit

Nicht jeder hat ein Zementwerk „vor der Schultür“. Das Grundkonzept lässt sich aber gut auf andere Themenbereiche übertragen. Folgende allgemeine Anforderungen sollte ein mögliches Thema erfüllen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

•  Möglichkeit zur Beobachtung/Befragung im Rahmen einer Erkundung

•  Kennen lernen von Berufsbildern

•  Einfaches Beispiel zur Preisbildung

•  Arbeit mit Daten, z. B. zur wirtschaftlichen Entwicklung

•  Konfliktfelder aufzeigen (z. B. Ökologie ó Ökonomie) und

•  Möglichkeiten der Problemlösung kennen lernen


Weitere mögliche Themen

•  Weinbau – Von der Rebe in die Flasche

•  Milchwirtschaft – Von der Weide auf den Tisch

•  Champignonzucht – Auf Mist gewachsen...

•  Wo kommt eigentlich das Benzin her? – Die Raffinerie

•  ...

Viel Erfolg und vor allem Spaß bei der Planung und Umsetzung „ihres“ GWG-Moduls!

Über Erfahrungen und Rückmeldungen würde ich mich freuen: arichert@esg-bretten.de .

Anke Richert

Edith-Stein-Gymnasium
Breitenbachweg 15
75015 Bretten

 
Edith-Stein- Gymnasium Bretten, Breitenbachweg 15, 75015 Bretten, Tel: 07252/ 95 18 - 0, Fax: 07252/ 95 18 50, edith@esg.ka.schule-bw.de