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Was tun, wenn es brennt?"
Darauf sollte wirklich jeder eine Antwort wissen. Und nicht nur das – auch was man tun kann, um die Entstehung von Bränden zu verhindern kann letztlich überlebenswichtig sein!

"Brandentstehung – Brandverhütung" ist daher ein sehr praxisbezogenes Unterrichtsthema im Chemieunterricht der Klasse 9. Und um eben diesen Praxisbezug zu vermitteln, lernen die Schülerinnen und Schüler dazu nicht nur im regulären Chemieunterricht die Grundlagen kennen, sondern können diese dann auch direkt erproben – bei einem Besuch bei der Brettener Feuerwehr!
Hausmeister in Aktion


 

 

Großes Erstaunen ruft dabei meist der Kontakt mit einem an der Schule wohlbekannten Mann hervor: 

Herr Cantatori, unser Hausmeister, ist bei der Brettener Feuerwehr in der Jugendarbeit tätig und leitet die Veranstaltung.

Dabei bekommen die Schülerinnen und Schüler zunächst noch einmal kurz die theoretischen Grundlagen in Erinnerung gerufen.


Dann aber wird es sogleich ganz praktisch, wenn Herr Cantatori die Funktionsweise eines Rauchmelders erläutert. Ein Gerät, das bei einem sehr geringen Anschaffungspreis großen Nutzen erfüllt. So treten viele Todesfälle bei Bränden daher auf, dass die Bewohner im Schlaf von dem Brand überrascht werden, nicht aufwachen und letztlich an einer Rauchvergiftung sterben.
Der Rauchmelder nimmt über eine Lichtschranke den Rauch wahr und meldet dies über lautes Piepsen.

Ebenso wichtig und in keinem Haus fehlen sollte ein Feuerlöscher. 
Anschaulich stellt Herr Cantatori die verschiedenen Typen von Feuerlöschern vor, erläutert deren Einsatzmöglichkeiten und weist auf die Notwendigkeit regelmäßiger Wartung hin.

Nachdem weitere Fragen der Schüler geklärt wurden, geht es dann nach draußen.

In einer großen Blechwanne wird ein Benzin-Brand entzündet und die Schülerinnen und Schüler erhalten dann die Gelegenheit, selber einmal verschiedene Feuerlöscher zu bedienen und das richtige Löschen zu üben. 

Schüler_Brand

Auch dass man Leichtmetallbrände nicht mit Wasser löschen soll, erfahren die Schüler noch einmal ganz anschaulich vermittelt, indem in einer großen Blechkiste Magnesiumspäne entzündet werden und dann ein Mitschüler versucht diesen Brand mit dem "Wasserlöscher" zu bekämpfen.

Löschergebnis: gleich null; schlimmer noch, der bei der Reaktion entstandene Wasserstoff, ein brennbares Gas, ergibt eine große Stichflamme !

Absoluter Höhepunkt aber ist, wenn die Brettener Feuerwehrleute zeigen, welche Folgen ein Löschversuch mit Wasser auf einen Fettbrand hat. 

Meterhoch schlägt die Stichflamme von brennenden, fein verteilten Fett nach oben. Gut zu wissen, daß man diesen Brand ganz einfach löschen kann – mit einem passenden Deckel!

Fettbrand

Am Ende der Veranstaltung, für die sich nicht nur unser Hausmeister, sondern auch eine Reihe seiner Kollegen von der Brettener Feuerwehr extra frei genommen haben, hoffen wir alle, daß die Schülerinnen und Schüler künftig nicht mehr um eine Antwort verlegen sind auf die Frage
"Was tun wenn es brennt?"
Und vielleicht liegt ja am nächsten Weihnachten statt Schlips-Oberhemd-und Socken auch der ein oder andere Rauchmelder oder Feuerlöscher unterm Weihnachtsbaum!

Wir danken auf diesem Wege allen Beteiligten der Brettener Feuerwehr, insbesondere Herr Cantatori für ihren Einsatz!

Im Namen der Fachschaft Chemie

Anke Richert

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