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Profil-/Neigungsfach Biologie 12 / Anke Richert

 

Profil- und Neigungsfach Biologie trifft...

Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard

Nobelpreis 1995 für Medizin und Physiologie

Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie

 

Der Besuch einer Vorlesung an der Universität; dies ist mit Sicherheit immer eine gute Gelegenheit, um Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe das Studium näher zu bringen. Aus diesem Grund besuchen viele Kolleginnen und Kollegen schon seit Jahren Informationsveranstaltungen der im Umkreis liegenden Fachhochschulen und Universitäten.

 

Eine außergewöhnliche Gelegenheit bot sich dabei in diesem Jahr den Schülerinnen und Schülern der Biologie-Oberstufenkurse.
Im Rahmen der diesjährigen Heinrich-Hertz-Gastprofessur an der Universität Karlsruhe (TH) konnte die Nobelpreisträgerin Frau Prof. Dr. Nüsslein-Volhard gewonnen werden. Ihre Vorträge und Kolloquien standen dabei unter dem Thema „Von Genen und Embryonen“.

 

Diese Gelegenheit ließen sich die Schülerinnen und Schüler des Profil- und Neigungsfaches Biologie in Klasse 12 nicht entgehen und beschlossen, gemeinsam das Kolloquium zum Thema „Gradienten und Vormuster im Drosophila Embryo“ zu besuchen.

 

Der Nobelpreis für Medizin und Physiologie, der Christiane Nüsslein-Volhard im Jahr 1995 gemeinsam mit den Amerikanern Eduard B. Lewis und Eric Wieschaus für ihre Forschungen zur Aufklärung der Steuerung der Embryonalentwicklung bei der Fruchtfliege Drosophila melanogaster verliehen wurde, stellt die höchste Ehrung auf dem Gebiet der naturwissenschaftlichen Forschung dar. Sie gehört zu den wenigen Frauen überhaupt, denen ein Nobelpreis zuerkannt wurde.

 

Über eben diese Arbeiten, die zur Verleihung des Nobelpreises geführt haben, berichtete Prof. Nüsslein-Volhard in ihrem etwa einstündigen Vortrag. Sie war, wie sie uns im Anschluss an die Veranstaltung berichtete, sehr erfreut und doch überrascht gewesen, dass auch Schüler der Einladung gefolgt waren. Da wir aber allen Anschein nach die einzige Schülergruppe waren, hatte Sie sich im Niveau an der in der Mehrzahl anwesenden Studenten, Dokteranten und Professoren orientiert. Trotzdem konnten wir dem Vortrag, zumindest am Anfang gut folgen und so einen Einblick in ihre Arbeiten gewin­nen.

 

Zum Abschluss stellte Frau Nüsslein-Volhard Ausschnitte aus aktuellen Forschungs­arbeiten ihrer Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen vor. Über ihr aktuelles Forschungsobjekt, der Erforschung des Zebrafisches als „Wirbeltier-Modell“, sollte Sie im Rahmen eines weiteren Kolloquium in der Folgewoche berichten.

 

Offen und freundlich begegnete uns die Nobelpreisträgerin auch im Anschluss an die Veranstaltung: gerne kam Sie unserer Bitte nach einem gemeinsamen Foto nach.

Eine schöne Erinnerung an ein Treffen mit einer wirklich beeindruckenden Persönlichkeit.

 

 

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